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Bau-Wissen

Brandschutz im Holzbau

von
Aylin Arsu
12.6.2026
4
min Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

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„Aber brennt Holz nicht?" – Diese Frage hören wir bei CLT-Haus fast täglich. Die Antwort überrascht viele: Brandschutz im Holzbau mit CLT (Cross Laminated Timber) ist nicht nur sicher, sondern bietet sogar berechenbare Brandschutzeigenschaften, die andere Bauweisen in den Schatten stellen. Der Brandschutz im Holzbau basiert auf wissenschaftlichen Fakten, strengen Prüfungen und jahrzehntelanger Erfahrung.

In diesem Artikel zeigen wir dir, warum der Massivholzwand Brandschutz bei CLT-Häusern höchste Sicherheitsstandards erfüllt, wie sich Brettsperrholz im Brandfall verhält und welche Brandschutzklassen dein zukünftiges CLT-Haus erreicht. Du erfährst alles über gesetzliche Anforderungen, praktische Lösungen und warum du dir beim Brandschutz im Holzhaus keine Sorgen machen musst.

🔍 Artikel kurz zusammengefasst

• Kontrolliertes Abbrandverhalten: CLT brennt mit 0,7 mm/min von außen nach innen – Verkohlungsschicht schützt den Kern

• Höhere Sicherheit als Stahl: CLT bleibt tragfähig, während Stahl bei 500°C versagt

• Brandschutzklassen REI 30-120: Je nach Wanddicke (80-200 mm) und optionaler Gipsfaserplatten-Bekleidung

• Massivholzwand-Vorteil: Keine Hohlräume wie beim Holzrahmenbau – kein Kamineffekt möglich

• Gesetzlich geprüft: Erfüllt alle deutschen Bauordnungen für Gebäudeklassen 1-5

• Wirtschaftlich: Oft keine Bekleidung nötig – Sichtholz mit Brandschutz kombinierbar

• Versicherung: Keine höheren Prämien als bei Massivbauten

Warum CLT-Häuser beim Brandschutz im Holzbau überzeugen

CLT-Häuser vereinen die Vorteile moderner Holzbautechnologie mit maximalem Brandschutz im Holzbau. Anders als beim klassischen Holzrahmenbau Brandschutz setzt die CLT-Bauweise auf massive Brettsperrholzelemente, die durch ihre Dichte und Bauweise einen natürlichen Massivholzwand Brandschutz bieten.

Die Vorteile von Massivholzwänden im Brandfall

Brettsperrholz besteht aus kreuzweise verleimten Holzlagen, die eine kompakte, massive Struktur bilden. Diese Bauweise bietet entscheidende Vorteile beim Brandschutz im Holzbau:

Keine Hohlräume: Anders als beim Holzrahmenbau Brandschutz gibt es bei CLT-Wänden keine luftgefüllten Zwischenräume, in denen sich Feuer unbemerkt ausbreiten könnte.

Massive Holzquerschnitte: Die Dicke der CLT-Elemente (typisch 80-200 mm) sorgt für lange Feuerwiderstandszeiten beim Massivholzwand Brandschutz.

Kontrolliertes Abbrandverhalten: CLT-Wände brennen von außen nach innen mit berechenbarer Geschwindigkeit ab – der Kern bleibt lange tragfähig. Dieser Effekt macht den Brandschutz im Holzbau mit CLT besonders zuverlässig.

Natürlicher Schutz: Bei CLT liegt der Feuchtigkeitsgehalt bei etwa 12 Prozent. Bevor das Holz brennen kann, muss zuerst diese Feuchtigkeit verdampfen – ein natürlicher Zeitgewinn beim Brandschutz im Holzhaus.

Wie verhält sich CLT im Brandfall?

Im Brandfall bildet sich an der CLT-Oberfläche eine Verkohlungsschicht – die sogenannte Pyrolyseschicht. Diese schwarze, poröse Schicht wirkt wie eine natürliche Dämmung und schützt das darunterliegende Holz vor weiterer Hitze. Dieses Verhalten ist der Grund, warum der Brandschutz im Holzbau mit CLT so effektiv funktioniert.

Das kontrollierte Abbrandverhalten von CLT:

  • Abbrandrate: ca. 0,7 mm pro Minute
  • Bei 90 Minuten Branddauer: ca. 63 mm abgebrannt
  • Eine 140 mm CLT-Wand bleibt nach 90 min zu über 50% intakt
  • Der unverbrannte Kern trägt weiterhin die Last

Im Gegensatz zu Stahl, der bei etwa 500°C seine Tragfähigkeit verliert, behält CLT seine strukturelle Integrität deutlich länger. Während Stahlträger im Brandfall plötzlich versagen können, bietet dir dein CLT-Haus durch den intelligenten Massivholzwand Brandschutz einen kalkulierbaren Sicherheitspuffer.

Massivholzwand Brandschutz: Brandschutzklassen für dein CLT-Haus

Die Brandsicherheit deines CLT-Hauses wird durch genormte Brandschutzklassen beschrieben. Diese zeigen dir genau, wie lange deine Wände, Decken und tragenden Elemente einem Feuer standhalten. Der Brandschutz im Holzbau folgt dabei denselben Normen wie andere Bauweisen.

Diese Brandschutzklassen erreichen CLT-Wände

CLT-Bauteile werden nach ihrer Feuerwiderstandsdauer klassifiziert. Die Bezeichnung folgt der DIN EN 13501-2 (europäische Norm):

  • R – Tragfähigkeit (wie lange trägt das Bauteil?)
  • E – Raumabschluss (bleibt die Wand dicht?)
  • I – Wärmedämmung (wird die Rückseite zu heiß?)

Standard-Brandschutzklassen für den Brandschutz im Holzhaus:

REI 30 – 30 Minuten Feuerwiderstand

Einsatz: Nichtragende Innenwände, Trennwände im Einfamilienhaus

REI 60 – 60 Minuten Feuerwiderstand

Einsatz:*Außenwände, tragende Innenwände in Gebäudeklasse 1-3

REI 90 – 90 Minuten Feuerwiderstand (entspricht F90 nach alter deutscher Norm)

Einsatz: Tragende Wände in Gebäudeklasse 4, Brandwände

REI 120 – 120 Minuten Feuerwiderstand

Einsatz: Höchste Anforderungen, mit zusätzlicher Brandschutzbekleidung

Welche CLT-Dicke brauchst du für welche Brandschutzklasse?

Die erforderliche Dicke deiner CLT-Elemente hängt von der gewünschten Feuerwiderstandsdauer ab. Die folgenden Werte sind Richtwerte beim Massivholzwand Brandschutz – die tatsächliche Feuerwiderstandsdauer hängt auch von Lagenaufbau, Holzart und Prüfzeugnis ab:

Unverkleidete CLT-Wände:

  • 80 mm CLT: REI 30 (ca. 30-40 Minuten)
  • 100 mm CLT: REI 60 (ca. 60 Minuten)
  • 140 mm CLT: REI 90 (ca. 90 Minuten)
  • 200 mm CLT: REI 120+ (über 120 Minuten)

CLT-Wände mit Brandschutzbekleidung:

Durch den Einsatz von Gipsfaserplatten kannst du beim Brandschutz im Holzbau mit dünneren CLT-Elementen höhere Brandschutzklassen erreichen:

  • 100 mm CLT + 2x 12,5 mm GF-Platten: REI 90
  • 100 mm CLT + 2x 15 mm GF-Platten: REI 120
  • 120 mm CLT + 1x 12,5 mm GF-Platte: REI 90

Dies ermöglicht wirtschaftliche Lösungen beim Brandschutz im Holzhaus, bei denen du nicht unnötig dicke CLT-Platten verbauen musst.

Brandschutz im CLT-Holzhaus: Gesetzliche Anforderungen

Je nach Größe und Nutzung deines CLT-Hauses gelten unterschiedliche brandschutzrechtliche Anforderungen. Die deutschen Landesbauordnungen definieren diese anhand der Gebäudeklassen. Der Brandschutz im Holzbau muss dieselben Standards erfüllen wie Massivbau.

Welche Anforderungen gelten für dein CLT-Haus?

Gebäudeklasse 1 (freistehende Häuser bis 7 m Höhe):

  • Dein klassisches CLT-Einfamilienhaus
  • Minimale Brandschutzanforderungen beim Brandschutz im Holzhaus
  • Keine Feuerwiderstandsklassen für tragende Bauteile vorgeschrieben
  • CLT ohne Bekleidung meist ausreichend

Gebäudeklasse 2 (angebaute Häuser bis 7 m Höhe):

  • Doppel- und Reihenhäuser aus CLT
  • Brandwand zur Nachbarbebauung erforderlich (REI 90)
  • CLT-Außenwände: meist REI 30 ausreichend für Massivholzwand Brandschutz

Gebäudeklasse 3 (sonstige Gebäude bis 7 m Höhe):

  • Größere Wohngebäude, Gebäude mit größeren Nutzungseinheiten
  • Tragende Wände: feuerhemmend (F30 bzw. REI 30)
  • CLT-Wände ab 80-100 mm erfüllen den Brandschutz im Holzbau problemlos

Gebäudeklasse 4 (Gebäude bis 13 m Höhe):

  • Größere CLT-Mehrfamilienhäuser
  • Tragende Bauteile: hochfeuerhemmend (F90 bzw. REI 90) oder F30 + weitere Maßnahmen
  • CLT-Dicken ab 140 mm oder mit Bekleidung für Massivholzwand Brandschutz

Gebäudeklasse 5 (Hochhäuser über 13 m):

  • Höchste Anforderungen an den Brandschutz im Holzbau
  • CLT-Bauweise mit Brandschutzkonzept und ggf. Sprinkleranlage möglich
  • Meist zusätzliche Brandschutzbekleidungen erforderlich

Brandschutz im Holzhaus – CLT-Haus als dein kompetenter Partner

Brandschutz im Holzbau ist ein wichtiges Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. CLT-Haus verstehen die Anforderungen an sichere, massive Holzbauten und begleiten dich bei der Planung eines optimalen Brandschutzkonzepts. Mit unserer Expertise erhältst du einen höheren Brandschutzstandard bei geringerem Aufwand – und kannst gleichzeitig deine natürlichen Holzoberflächen sichtbar lassen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit.

Das Beste: Eine durchdachte Brandschutzplanung ist Teil unseres ganzheitlichen Ansatzes. Wir begleiten dich von der Entwurfsphase bis zur Fertigstellung und sorgen dafür, dass dein Holzhaus nicht nur schön, sondern auch sicher und langlebig wird.

Kontaktiere uns noch heute und lass dich zu einem individuellen Brandschutzkonzept für dein Holzhaus beraten. Gemeinsam schaffen wir ein Zuhause, das Sicherheit und Ästhetik perfekt vereint!

Häufige Fragen zu diesem Thema

Ist ein CLT-Haus sicher bei Feuer?

Ja, absolut. Der Brandschutz im Holzbau mit CLT erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen und ist durch die massive Bauweise besonders sicher. Das Brettsperrholz brennt kontrolliert ab, wobei die Verkohlungsschicht das Innere des Bauteils schützt. CLT-Wände erreichen problemlos Feuerwiderstandsklassen von REI 60 bis REI 120.

Wie lange hält eine CLT-Wand im Brandfall?

Eine 100 mm dicke CLT-Wand hält etwa 60 Minuten stand (REI 60), eine 140 mm Wand ca. 90 Minuten (REI 90). Die Abbrandrate beim Massivholzwand Brandschutz beträgt etwa 0,7 mm pro Minute. Bei einer 140 mm Wand sind nach 90 Minuten nur etwa 63 mm abgebrannt – der Kern bleibt tragfähig und schützt dich.

Brennt CLT schneller als Beton oder Ziegel?

Nein. Der Brandschutz im Holzbau mit CLT ist nicht schlechter als bei anderen Baustoffen. CLT brennt nicht schneller, sondern kontrolliert und berechenbar. Beton ist zwar nicht brennbar, verliert aber bei hohen Temperaturen durch Abplatzen an Festigkeit. Stahl versagt ab 500°C schlagartig. CLT behält beim Brandschutz im Holzhaus seine Tragfähigkeit deutlich länger und bietet dir einen kalkulierbaren Sicherheitspuffer.

Brauche ich bei einem CLT-Haus eine Sprinkleranlage?

Für Einfamilienhäuser (Gebäudeklasse 1-3) ist beim Brandschutz im Holzbau keine Sprinkleranlage erforderlich. Auch bei CLT-Mehrfamilienhäusern bis Gebäudeklasse 4 ist meist keine Sprinkleranlage nötig. Erst ab Gebäudeklasse 5 (Hochhäuser über 13 m) oder bei Sonderbauten kann eine Sprinkleranlage gefordert werden – dann meist unabhängig vom Baumaterial.